KMB – Kölner, Mut zum Buch!


KMB

Weiter unten zitieren wir aus der Pressemitteilung der Initiative Kölner Bücherschwarm, die es auf deren Seite auch als PDF zum Download gibt. Anlässlich der Ratssitzung am 14. September 2010, auf der der Vorschlag der Verwaltung zur Schließung der KMB beraten werden soll, lädt die Initiative zu einer Protestaktion ein. DEINE FREUNDE schließen sich dieser Einladung an.

In der aktuellen Ausgabe der Stadtrevue (September 2010) findet Stefan Kraus (Direktor der Kolumba) deutliche Worte zu den Plänen der Stadtverwaltung. Er nennt die drohende Schließung der KMB einen Kahlschlag, mit dem die Kulturstadt Köln unwiederbringlich eine weitere überregionale Auszeichnung verlieren würde. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass es nicht soweit kommt!

Zwischen 15:15 und 15:45 Uhr sollen möglichst viele Kölner und Kölnerinnen ausgerüstet mit einem Buch (am besten in gelber Reclamfarbe) und einem Stuhl oder einer anderen Sitzgelegenheit, die sie vorher schon gut sichtbar auf ihrem Weg zum Rathaus durch die Stadt getragen haben, zum Rathausplatz und zum Theo-Burauen-Platz zu einem Flashmob kommen. Die weiteren Informationen zur halbstündigen Aktion bekommen sie dann vor Ort.

Weiterführende Links:
Initiative Kölner Bücherschwarm
Freunde der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln e.V.

Und nun noch das Zitat aus der Pressemitteilung der Initiative: “Die international renommierte Kunst- und Museumsbibliothek (KMB) steht auf der Liste der bedrohten Kulturschätze Kölns: die Stadt Köln beabsichtigt aus Spargründen die Schließung dieser Bildungsinstitution. Doch die relativ geringen Einsparmöglichkeiten stehen in keinem Verhältnis zum großen Bedeutungsverlust für die Domstadt im Falle einer Auflösung der Bibliothek. (…) Nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs 2009 ist ein weiteres kulturelles Zentrum der Stadt bedroht: Zwecks Schuldenabbau schlägt die Verwaltung der Stadt Köln der Kommunalpolitik vor, die KMB zu schließen. Ziel ist die realistisch nicht umsetzbare Einsparung von 1 Mio. Euro. (…) Im Jahr 2010, für das sich Köln selbst gern als „Kulturhauptstadt Europas“ gesehen hätte, steht die Schließung einer der wichtigsten Bibliotheken für die weltweite Kunst- und Museumslandschaft erneut bevor. Die KMB ist die wohl beste Spezialbibliothek für moderne und zeitgenössische Kunst und Fotografie in Deutschland, und sie steht auch im internationalen Vergleich in vorderster Reihe. Mit über 400.000 Büchern und rund 7.000 Zeitschriften verfügt sie über größere Bestände als etwa das Museum of Modern Art in New York, die Tate Library in London oder die Bibliothèque Centre Pompidou in Paris. Die KMB ist als eine der größten öffentlichen Kunst- und Museumsbibliotheken weltweit ein Zentrum kunstwissenschaftlicher Forschung, das die Identität der „Kulturmetropole“ Köln entscheidend prägt. (…) Die Rechnung der Stadt (…) geht nicht auf. Im Gegenteil: NachwuchswissenschaftlerInnen müssen Köln verlassen, um ihre Forschungsprojekte in Berlin oder anderen Kultur- und Wissenschaftszentren durchzuführen. Die Kölner Museen verlieren ihre wissenschaftliche Arbeitsstätte, die Kölner Bürger einen Ort, an dem sie sich über die Geschichte und Entwicklung der Stadt und ihrer Kunst informieren. Und Künstler vermissen einen Ort, an dem ihre Kunst dokumentiert wird. Die millionenschwere finanzielle Unterstützung der DFG und die vielen Schenkungen aus privaten Sammlungen müssen eventuell sogar zurückgegeben werden, sofern die öffentliche Nutzung sowie der ordnungsgemäße Erhalt der Dokumente nicht gewährleistet sind. Damit verliert Köln nicht nur einen weiteren Teil seines historischen Erbes und kulturellen Kapitals, sondern ebenso einen Teil seiner kulturellen und wissenschaftlichen Zukunft.